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Wenn sich zwei Fernsehsender oder -produzenten um eine Fernseh-Idee streiten, können sie neu eine Schlichtungsstelle anrufen. Die Schieds- und Schlichtungsstelle für Ideenklau wird bei der WIPO, der Weltorganisation für geistiges Eigentum, in Genf angesiedelt sein. Darauf einigte sich die WIPO mit der internationalen Formatschutzorganisation FRAPA, der mehr als 100 Produktionsfirmen angehören, wie beide Organisationen am Sonntagabend am Fernsehfachmarkt MIP TV im französischen Cannes mitteilten.
Nicht allein der Ideenklau, sondern auch komplexer werdende Vertragsmodelle erforderten immer häufiger das Eingreifen neutraler Schiedsrichter, sagte die FRAPA-Präsidentin Ute Biernat. Als Beispiel nannte die Deutsche die Auseinandersetzung zwischen der Produktionsfirma Fremantle und dem Schweizer Sender 3+ um die Serie "Bauer ledig sucht".
Fremantle wirft 3+ vor, vom RTL-Quotenbringer "Bauer sucht Frau" abgekupfert zu haben. Der Sender 3+ beruft sich seinerseits darauf, dass bereits zuvor das Schweizer Fernsehen SF ein ähnliches Format im Programm hatte, bei dem sich wiederum Fremantle bedient habe. (sda)
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