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Die "Tages-Anzeiger"-Redaktion kommt nicht zur Ruhe. Wie "persoenlich.com" erfuhr, formiert sich beim "Tagi" Widerstand. Eine Interessengemeinschaft mit dem Namen "Gruppe 230" fühlt sich von der Verlagsspitze und Chefredaktion unter Druck gesetzt. In einem Brief, welcher "persoenlich.com" vorliegt, schreibt die "Gruppe 230" Klartext: "Viele von uns empfinden diese unnötige zeitliche Ballung von Sozialplanverhandlungen und Neustart als einen Versuch zur Aufspaltung der Redaktion."
Streiken will man vorerst nicht. "Für einen Boykott ist die Lage auf dem Markt zu ernst. Und uns der Tages-Anzeiger zu wichtig", schreiben die Vertreter der Redaktion. Einstimmig habe man in der Redaktion beschlossen, in den nächsten Monaten konstruktiv an der Neukonzeption des neuen Tagis mitzuarbeiten. "Doch wir tun dies unter Protest", steht geschrieben.
Die Sozialplanverhandlungen verlaufen laut ersten Informationen offenbar harzig. Im Brief beklagen sich die Vertreter der Redaktion wie folgt: "Die Informationen über die erste Runde der Sozialplanverhandlung stimmen uns wenig optimistisch. Die Vorschläge von Tamedia liegen nicht nur weit unter dem, was etwa die NZZ ihren entlassenen und frühpensionierten Redaktoren und Redaktorinnen angeboten hat. Selbst die gebeutelte "Basler Zeitung" hat bei ihrem Abbau weit grosszügigere Lösungen gefunden."
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