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Das Magazin bricht mit den Gepflogenheiten der Onlinewelt. Wie Chefredaktor Finn Canonica auf Anfrage von "persoenlich.com" bestätigt, trennt sich das Wochenmagazin von den Kommentarfunktionen auf dasmagazin.ch. Künftig können Leser weder Kommentare verfassen, noch frühere Userbeiträge aufrufen und lesen. Canonica sagt: "Wir haben schlicht nicht die Zeit und das Personal, um die Diskussionen auf unserer Webseite zu begleiten."
Vor zwei Jahren lancierte das Magazin den heutigen Internetauftritt. Selbstbewusst schrieb die Redaktion damals: "Die Magazin-Webseite soll uns helfen, bessere Beiträge zu publizieren. Die Bedingung dafür ist Interaktivität. Das Magazin Online soll zur Schnittstelle zwischen Leser und Schreiber werden. Wir hoffen auf zahlreiche Leserbeiträge in den Bereichen Kommentar, Informationszulieferung und Leserbeiträge, die die Printausgabe als Endprodukt noch lebendiger, informativer, aufregender machen." Das Thema Interaktivität ist nun ganz vom Tisch.
Auch wenn künftig keine Onlinedebatten stattfinden werden, Canonica interessiert sich dennoch für die Meinung seiner Leserschaft: "Kritik und Lob interessieren uns natürlich nach wie vor, jedoch scheint mir der gute alte Leserbrief die beste Form dazu." Der Chefredaktor hat seine Gründe, auf den klassischen Weg zu setzen. "Kommentare zu Artikeln auf dem Web sind manchmal sehr "dahingerotzt", oft wird gar nicht auf den Artikel eingegangen. Die User nutzen die Gelegenheit, um irgendwelchen sonstigen Ballast loszuwerden."
Überhaupt steht Canonica dem Internet heute kritisch gegenüber. Verflogen sind die euphorischen Worte vor zwei Jahren. "Ich persönlich bin skeptisch geworden gegenüber den journalistischen Möglichkeiten im Internet. Das Gerede um die Möglichkeiten des Citizen Journalism begreife ich nicht. Wir sollten uns allmählich Gedanken machen, ob es klug ist, qualitativ hochstehende Inhalte kostenlos anzubieten."
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